Volksschule Deutschlandsberg

Schulgasse 10
8530 Deutschlandsberg

Tel: 03462/7709
Fax: 03462/7709
direktion@vs-deutschlandsberg.at

Geschichte der Schule

Seit wann es genau in Deutschlandsberg Schulunterricht gab, ist nicht mehr feststellbar, aber im Jahre 1634 wurde nachweislich schulischer Unterricht erteilt. Auch die Namen der ersten Lehrer sind nicht bekannt. Schule und Lehrerräume waren im Rathaus (heute Haus Berger) untergebracht. Die Ausmaße der Räume lassen darauf schließen, dass die Schülerzahl sehr gering war. Im Jahre 1650 wurde, da der Raum im Rathaus zu klein geworden war, eine Privatwohnung im Hause Deutschlandsberg 14, später eine 2- Zimmerwohnung zugemietet, sodass die Schule nun mehr zweiklassig war. Wann das genau war, war nicht bekannt. Die ersten bekannten Lehrer waren Wolfgang Reitmann, auf ihn folgten sein Sohn German Reitmann und sein Enkel Franz Reitmann.  
 
1812 kaufte die Bezirksobrigkeit das Haus samt zugehörigem Grundstück als Lehrerwohnung. Die Klassenzimmer blieben weiterhin in Privatwohnungen angemietet. Dotation der Lehrer waren zu dieser Zeit der Fruchtgenuss der Grundstücke und das Schulgeld, das die Eltern zu bezahlen hatten. Die Kinder der Armen wurden kostenlos unterrichtet. Der Schuldienst war auch dem Organisten und Mesnerdienst verbunden. Für diese Nebendienste hatte der Lehrer folgende Bezüge: Von der Herrschaft Deutschlandsberg und von den Gemeinden bestimmte Mengen an Getreide, Weizen und Wein. Allerdings hatten die Lehrer davon einen Schulgehilfen und einen Knecht zur Aushilfe im Mesnerdienst zu unterhalten und besolden.

1822 wurde das Lehrerwohnhaus umgebaut und aufgestockt. Nun wurde auch im Haus unterrichtet, dafür gab es zwei große Räume. Als Lehrer in diesem Schulhaus scheinen auf:

  • Wenzel Woditzka
    Simon Schwarzl
    Johann Iberer
    Seit 1848 die wohl bedeutendste
    Lehrerpersönlichkeit der Volksschulen Lorenz Strohmaier

Während seiner Zeit wurde das alte Schulhaus verkauft, wohl wegen der stark angestiegenen Schülerzahlen und auf einen zur Schule zugehörigem Acker das heutige Volksschulgebäude erbaut.
1869 wurde das Schulgebäude bezogen.
Neben Lorenz Strohmaier waren die beiden Unterlehrer Johann Kalhammer und Johann Trunk. Im Sommer 1878 wurde die Abschlussklasse getrennt nach Knaben und Mädchen.
Der 6.7.1883 war wohl ein großer Tag für die Stadt und die Schuljugend. Seine Majestät Kaiser Franz Joseph besuchte Deutschlandsberg, woran noch heute eine Marmortafel in der Schule erinnert.
Im Jahre 1888 ging Herr Strohmaier nach 56 Jahren als Lehrer und 42 Jahren als Oberlehrer in den wohlverdienten Ruhestand.  
 
 Am 17.9.1891 wurde eine 5-klassige gemischte Volksschule in eine Mädchen- und Knabenschule geteilt, die aber beide von einem Oberlehrer geleitet wurden.
1891: Der notwendige Erweiterungsbau ist abgeschlossen.
Im Jahre 1902 wurden wieder Zimmer angemietet.
1905 musste dann mit dem Bau der Mädchenvolksschule an der gegenüberliegenden Straßenseite begonnen werden, der 1906 fertig gestellt wurde.

Während der ersten Kriegsjahre 1914/1915 bekam die Schule die erste militärische Einquartierung. Beide Volksschulen wurden damals in der Knabenschule unterrichtet.
Auch während des 2. Weltkrieges diente die Schule militärischen Zwecken.
Ab Herbst 1943 diente die Mädchenschule als Lazarett.
Im letzten Kriegsjahr 1944/1945 und nach Kriegsschluss wurde auch die Knabenschule zuerst von Flüchtlingen und später von den Truppen besetzt.
Im Oktober 1946 konnten die Volksschulen nach den notwendigen Instandhaltungsarbeiten wieder in ihre Schulhäuser zurückkehren.  
 
1950 bis 1952 bekam das Schulhaus einen Zubau in der Schulgasse.
Noch einmal musste die Volksschule aus dem angestammten Haus ausziehen. Das MUPÄD bezog die Räume der Volksschule. Bis zur Eröffnung des Bundesschulzentrums diente die Volksschule als Unterkunft des MUPÄD, und musste danach wieder neu adaptiert werden.
Beide Volksschulen sind in einem Haus koedukativ als Form der VS1 und VS2 untergebracht. Jede Schule hat einen eigenen Leiter. 

Im September 2000 wurde die Volksschule I aufgelöst und die Schule erhielt den Namen Volksschule Deutschlandsberg.

Roswitha Luschützky

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